Aristoteles contra Merkel

Von dem, was der Philosoph Aristoteles, schon vor rund 2500 Jahren verkündigte, scheint unserere Kanzlerin noch nichts gehört zu haben.

Hier ein paar Auszüge:

Durch Handel erworbener Reichtum ist mit Recht verhaßt, weil er unnatürlich ist. Ihm zur Seite tritt noch das Wuchergewerbe, das aus guten Gründen verhaßt ist, da es seinen Erwerb aus dem Gelde selbst zieht und nicht aus den Dingen, zu deren das Geld eingeführt wurde. Denn dieses sollte nur zur Erleichterung des Austausches dienen, der Zins aber bewirkt, daß es sich selbst vermehrt…deshalb ist diese Art des Erwerbs die allerunwürdigste.

Merkel zeigt viel Symphatie für solche Allerunwürdigsten.

Zumindest, so lange Merkel regiert, braucht ihr Freund Ackermann, keine Angst um seine Millionen zu haben.

Weiter mit Aristoteles:

Die Menschheit erwirbt und erhält Tugend nicht mit Hilfe äußerer Güter, sondern äußere Güter mit Hilfe der Tugend, und das Glück, mag es nun in Lust oder Tugend oder in beidem bestehen, findet sich viel öfter bei denen, die geistig oder charakterlich auf einer hohen Stufe stehen und nur einen bescheidenen Anteil an äußeren Gütern haben, als bei denen, die deren so viel haben, daß sie gar keinen Gebrauch davon machen können, denen dafür aber höhere Eigenschaften abgehen.

Aristoteles ist also nicht Merkels Vorbild, aber wer könnte es sein? Nach etlichen Recherchen, habe ich es doch noch heraus bekommen.

Die Renaissance hat neben bedeutenden Künstlern auch einen Philosophen hervorgebracht. Machiavelli (1467 – 1527), dessen Zitate, wie für Merkel gemacht scheinen:

Fasse ich nun alle ihre Handlungen zusammen, so kann ich sie nicht schelten; vielmehr erscheint es mir, wie gesagt, als Vorbild für alle, die durch Glück und fremde Macht zur Herrschaft gelangen.

    

Was natürlich, jedenfalls in Sachen Geld, auch auf Aktionäre zutrifft, die manchmal allerdings ein erheblich höheres Risiko eingehen. Jetzt aber weiter mit Machiavelli:

Wenn ein Herrscher immer gut sein würde, wäre er verloren; er muß schlau wie ein Fuchs und wild wie ein Löwe sein. Sein Wort nur halten, wenn es sich lohnt, sonst nicht und auch treulos sein können. Freilich ist es nötig, daß man diese Natur geschickt zu verhehlen versteht und in der Verstellung und Falschheit ein Meister ist. Denn die Menschen sind so einfältig und gehorchen so sehr dem Eindruck des Augenblicks, daß der, welcher sie hintergeht, stets solche findet, die sich betrügen lassen. Er muß sich auch religiös, sowie sich der ahnungslosen Öffentlichkeit gegenüber, den Anschein der Tugendhaftigkeit geben.

Machiavelli wäre garantiert stolz auf Merkel.